Adventsstimmung mit großen Klängen: Der Chor des Städtischen Musikvereins Gronau lädt am Sonntag, 14.Dezember 2025, um 18 Uhr zum traditionellen Weihnachtskonzert in die St. Agatha-Kirche in Gronau-Epe ein. Gemeinsam mit dem Städtischen Musikverein Rheine, dem St. Martini-Chor aus Münster und dem Symphonieorchester Rheine unter der Leitung von Ralf Junghöfer erwartet das Publikum ein festliches Programm. Im Mittelpunkt des Abends stehen bedeutende Werke der geistlichen Musiktradition: Mit „Vom Himmel hoch“ von Felix Mendelssohn Bartholdy eröffnet ein klangprächtiges Chorwerk den Abend, das auf Martin Luthers gleichnamigem Weihnachtslied basiert. Mendelssohn verleiht dem bekannten Choral einen festlichen Glanz, indem er kunstvolle Chorsätze mit feinen orchestralen Farben verbindet. Die Musik spiegelt die freudige Verkündigung der Weihnachtsbotschaft in eindrucksvoller Weise wider. Im Anschluss erklingt der erste Teil aus Georg Friedrich Händels Oratorium „Der Messias“- in einer Bearbeitung von Wolfgang Amadeus Mozart. Diese Fassung, die 1789 im Auftrag des Barons Gottfried van Swieten entstand, zeugt von Mozarts tiefem Respekt vor Händels Werk, zugleich aber auch von seiner eigenen Klangsprache: er ergänzte die Partitur um Holz- und Blechbläser und verlieh dem Werk dadurch einen wärmeren, klassisch geprägten Orchesterklang. Der erste Teil erzählt die Ankündigung und Geburt Christi und umfasst viele bekannte Arien und Chöre. Den glanzvollen Abschluss bildet das weltberühmte „Halleluja“, das zu den meistaufgeführten Chorsätzen der Welt gehört. Mit seiner majestätischen Klangfülle und überwältigenden Strahlkraft ist es der Höhepunkt eines jeden Händel-Konzerts und zugleich ein Symbol der Freude und Hoffnung. Unter der Gesamtleitung von Ralf Junghöfer vereinen sich die Stimmen und Instrumente der Musikvereine und des Symphonieorchesters zu einem großen, harmonischen Klangkörper. Ergänzt und begleitet werden sie von einem namhaften Solistenquartett: Aline Klieber (Sopran), Milena Haunhorst (Alt), Jens Zumbült (Tenor) und Daniel Dropulja (Bass). Die Zuhörer und Zuhörerinnen dürfen sich auf ein Konzert freuen, das nicht nur musikalisch überzeugt, sondern auch eine besondere adventliche Atmosphäre in die St. Agatha-Kirche bringt. Sollten Sie an diesem Termin keine Zeit zum Zuhören haben, haben Sie die Möglichkeit, dieses Konzert am 7.12.2025 um 18 Uhr in St. Dionysius Rheine oder am 4.1.2026 um 18 Uhr in St. Martini Münster zu hören. Karten für das Konzert in Gronau-Epe sind zum Preis von 20 Euro, ermäßigt 15 Euro für Schüler und Schülerinnen im Vorverkauf bei den Chormitgliedern erhältlich sowie: Gronauer Touristinfo (auch online unter www.gronau-inside.de), Wolbers-City , Buchhandlung am Markt, Pfarrbüro St. Agatha, Gronau-Epe. Der Vorverkauf startet ab 1.12.2025.
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Am 8. November 2025 um 18 Uhr findet ein herausragendes musikalisches Ereignis in der Evangelischen Stadtkirche in Gronau statt. Die Chöre der Städtischen Musikvereine Gronau und Rheine, zusammen mit Orgel und 2 Solisten musizieren die Erstaufführung eines Requiems, komponiert von Klaus Böwering unter der Gesamtleitung von Ralf Junghöfer. Anfang des Jahres 2024 wurden die Chöre der Städtischen Musikvereine Gronau und Rheine von ihrem ehemaligen langjährigen musikalischen Leiter Klaus Böwering gebeten, seine jüngste Komposition „Requiem – ein Memorial“ zur Uraufführung zu bringen. Beide Chöre haben gemeinsam schon frühere Werke des Komponisten zur Aufführung gebracht und wissen um seine große Musikalität. Der Komponist ist 1936 in Wettringen geboren, ist im gesamten Münsterland und weit darüber hinaus als herausragender Kulturschaffender bekannt. Er ist Musikpädagoge, Kirchenmusiker, Dirigent und eben auch Komponist. Über 50 Jahre lang leitete er den Chor des Städtischen Musikvereins Gronau. 1990 gründete er das Symphonieorchester Rheine und schuf damit einen überragenden Klangkörper für Orchestermusik und damit das Hausorchester der beiden Chöre in Gronau und Rheine bei den gemeinsamen Aufführungen. 1982 begann er mit ersten Kompositionen, von denen in diesem Konzert zwei Werke zu hören sind, neben dem „Requiem“ ein Lied „Alles hat seine Zeit“ für Mezzosopran und Orgel. Für seine Tätigkeit in der Kirchenmusik wurde ihm vom Bistum Münster die Gregorius-Medaille verliehen, weiterhin erhielt er den Kulturpreis der Stadt Rheine sowie zusammen mit dem Städtischen Musikverein Gronau den Kulturpreis und die goldene Stadtplakette der Stadt Gronau. Mit beiden Musikvereinen gab er regelmäßige Konzerte in Gronau und Rheine und auch in anderen Orten des Münsterlandes und im Ruhrgebiet. Konzertreisen führte Klaus Böwering mit beiden Musikvereinen in die Niederlande, England, Polen und Italien. Als Spätwerk hat Klaus Böwering ein „Requiem“ komponiert, welches durch zwei Aufführungen in Gronau und Rheine einer breiten Öffentlichkeit zu Gehör gebracht wird. Das geistliche Werk wurde für gemischten Chor, Sopransolo, Violinsolo und Orgel komponiert. Er schrieb sein Requiem in einer Zeit, in der seine Lebensgefährtin Renate Lücke-Herrmann unheilbar erkrankt war. Mit dieser Komposition verarbeitete er den Prozess des „Zuende Lebens“, wie der Künstler es selbst sagt. Im Bewusstsein des beginnenden Abschieds schuf er dabei keine Düsternis sondern eine tröstliche, transparente Atmosphäre. Nur in der Einleitung zum „Dies irae“ schildert der Komponist musikalisch die Ereignisse einer Bombennacht und seine im Krieg erlebten Ängste. Nach einer „Sequenz in blue“, gespielt durch eine Solovioline, endet das Werk mit einem aus der Gregorianik entstandenen Anfangsthema „In Paradisum“ wiederum tröstlich und macht damit deutlich, dass der Tod nur eine Auflösung in eine andere Harmonie ist. Gerade durch die persönliche Note dieses Requiems liegt eine hohe Authentizität in dem Werk, die dem Publikum eine starke Zugänglichkeit eröffnet. Als Solisten wirken mit: Julia Ziehme, Mezzosopran, Tara Fischer, Violine und Christian Muche, Orgel. Die beiden Chöre der Städtischen Musikvereine Gronau und Rheine unter der Gesamtleitung von Ralf Junghöfer. Karten im Vorverkauf Euro 18,00, ermäßigt für Schüler*innen/Studierende Euro 15,00, an der Abendkasse Euro 20,00/Euro 18.00. Vorverkauf: bei den Chormitgliedern, Tourist-Info Gronau, Wolbers-City und Buchhandlung am Markt. Plakat PDF Datei
Der portugiesische Dirigent Fernando Eldoro, 84, der unter anderem das Gulbenkian-Orchester dirigierte, sei letzten Sonntag (23.02.2025) in Lissabon gestorben, teilte eine Quelle der Calouste Gulbenkian Foundation Lusa mit. Fernando Eldoro wurde in Câmara de Lobos auf der Insel Madeira geboren und begann seine künstlerische Ausbildung an der Akademie für Musik und Schöne Künste in Funchal und setzte sie am Nationalen Konservatorium in Lissabon fort, wo er Hochschulkurse in Violine, Gesang und Komposition absolvierte – Studien, die er später bei den Geigern Sándor Végh und Margit Spirk, dem Komponisten und Pianisten Jean-Françaix und dem Dirigenten Michel Corboz, dem historischen Leiter des Gulbenkian-Chors, vertiefte. Als stellvertretender Dirigent des Gulbenkian-Chors und Leiter der Ensembleklassen am Nationalkonservatorium von Lissabon dirigierte Fernando Eldoro Orchester wie das Lisbon Metropolitan Orchestra, das Porto Classic Orchestra, die Régie Cooperativa Sinfonia und das Portugiesische Sinfonieorchester. Darüber hinaus dirigierte er das ORTF-Sinfonieorchester, das Philharmonische Orchester Lorraine Metz, die Opernorchester von Lille, Avignon, Bordeaux und Arhnen, das Nationalorchester von Toulouse, das Rundfunkorchester Basel und das Rundfunkorchester Sofia, das Kent County Orchestra und das Nationalorchester Detmold. Während seiner gesamten Karriere „zeichnete er sich durch die Exzellenz seiner musikalischen Leitung und seine Hingabe zur Musik aus“, heißt es in einem Kondolenzschreiben des Konservatoriums – Kunsthochschule von Madeira. „Sein Vermächtnis wird in der Musikgeschichte und in der Erinnerung all derer weiterleben, die das Privileg hatten, bei ihm zu lernen und zu arbeiten“, heißt es in derselben Mitteilung. Fernando Eldoro leitete in der Konzertreihe „Musikherbst im Westmünsterland“ des Kreises Borken die Aufführungen des „War Requiems“ (Benjamin Britten). Aufführungen fanden statt in St. Agatha Epe, in St. Remigius Borken und im Ludgerus Dom Billerbeck. Ausführende siehe Konzertprogramm PDF Datei
Kurze Einführung in das Werk. PDF Datei
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Zur Aufführung der „Petite Messe Solennelle“ im März 2024 in Gronau. Die „Petite Messe Solennelle“, die „Kleine feierliche Messe“ für Vokal-Soli, Chor, zwei Klaviere und Harmonium ist mit ihrer ergreifenden Tonsprache ein Juwel unter den liturgischen Musikwerken, eine der bemerkenswertesten Vertonungen des katholischen Messtextes, sowohl mit Blick auf die Umstände ihrer Entstehung als auch auf ihre musikalische Gestalt. Rossini komponierte die Messe im Jahre 1863 für die Einweihung der Privatkapelle eines befreundeten Pariser Grafenpaares. Und dort war kein Platz für große Chor- und Orchestermassen, wie sie in ganz Europa typisch für das 19. Jahrhundert waren. Die Messe steht mit ihren äußeren Ausmaßen in der Tradition einer „Missa solemnis“, wurde aber dennoch vom Komponisten mit dem Attribut „klein“ bedacht. Rossini schreibt dazu in einer ironischen Widmung: „Lieber Gott. Hier ist sie, die arme kleine Messe. Habe ich nun wirklich heilige Musik gemacht - oder doch vermaledeite Musik. Ich bin für die Opera buffa (komische Oper) geboren. Sei also gepriesen und gewähre mir das Paradies.“ Immerhin dauert die Messe 90 Minuten. PDF Datei
(s. auch Bericht „Kompetent und beliebt“ vom 05.10.22 WN Gronau)
Rund um den „Beruf oder die Berufung eines Dirigenten“ ist sehr viel geschrieben worden und fast unzählige Zitate und Anekdoten oder auch Witze sind zu finden. Eine Eigenschaft ist jedoch besonders wichtig, ein guter Dirigent muss in der Lage sein, genaue Probenarbeit zu leisten, seine Sängerinnen und Sänger immer wieder freundschaftlich aufs Neue zu motivieren und sie so auf ein anstehendes Konzert bestens vorzubereiten. Der aktuelle Dirigent des Städtischen Musikvereins Gronau, Hans Stege, erfüllte diese Ansprüche: kompetent, immer fröhlich und sehr beliebt bei allen Chormitgliedern. Nachdem er über viele Jahre die Bass-Stimmen des Chores als Mitsänger verstärkt hatte, übernahm er 2018, nach dem Ausscheiden von Klaus Böwering, die Chor-Leitung und probte auch unter schwierigen Bedingungen wie der Corona-Pandemie fast durchgängig an jedem Montag. Doch sein Beruf als Kantor von St. Antonius Gronau nahm ihn in letzter Zeit immer stärker in Anspruch, dazu kamen noch Chorproben an jedem Abend der Woche, wodurch seine freie Zeit immer geringer wurde, sodass er jetzt, nach vier Dirigenten-Jahren, die Leitung des Städtischen Musikvereins Gronau und die seines Partnerchores, des Städtischen Musikvereins Rheine, schweren Herzens abgeben musste, um in Zukunft etwas mehr Raum zur Erholung zu haben. Am vergangenen Montag fand jetzt im Studio der Brücke die „letzte Probe“, der Abschied statt. Noch einmal zog Hans Stege alle Register seiner musikalischen Fähigkeiten, das „Credo“ aus der „Krönungsmesse“ von W. A. Mozart bei den Sängerinnen und Sängern gesanglich zu vertiefen und zu festigen, jedoch nicht nach dem Motto „Was auf dem Notenblatt steht, interessiert uns nicht, wir singen nach Gehör.“ oder „Wer als erster den Ton trifft, hat gewonnen.“ Nein, Hans Stege legte wie immer überaus großen Wert auf präzise und richtige Töne und einen schönen Chorklang. Anmerkung: Die Aufführung der Krönungsmesse und des Gloria von Vivaldi findet am 27. November 2022 in St. Agatha Epe statt, unter der Leitung von Luis Andrade. Im zweiten Teil dieser letzten Probe erfolgte dann der eigentliche Abschied. Die Vorsitzende, Elisabeth Baudry, überreichte dem scheidenden Chorleiter eine schöne Mappe mit ausgewählten Fotos aus Hans Steges Zeit im Städt. Musikverein. Sie dankte ihm für das gemeinsame musikalische Schaffen, für zahlreiche Konzertaufführungen als Mitsänger im Bass sowie für die vergangenen vier Jahre als einfühlsamer Chorleiter mit stets exakter Einstudierung und Vorbereitung der anstehenden Konzerte und betonte besonders, dass er beim Adventskonzert 2018 und im Frühjahrskonzert 2019, mit der Aufführung der Paukenmesse von Haydn, bewiesen habe, als Dirigent ein großes Konzert mit Chor, Solisten und Orchester glanzvoll aufführen zu können.. Nicht zuletzt erinnerte sie an gemeinsame Chorreisen, z. B. nach Berlin oder Castellabate/Italien sowie an die „musikalischen Grillabende“ in der „Alten Tenne“, an denen er den fröhlichen Gesang der Teilnehmer stets mit seinem Akkordeon begleitete. Als ein Dankeschön überreichte sie das Buch „Die Orgel – Kulturgeschichte eines monumentalen Instruments“, in welchem die Geschichte der Orgel in Verbindung mit den Wegen der europäischen Kultur dargestellt ist. Dieses sei ganz bestimmt ein richtiges und interessantes Geschenk für ihn, der ja immer wieder sein diesbezügliches Können unter Beweis stelle, zum Beispiel in seinen zahlreichen Orgelkonzerten. Die Zweite Vorsitzende, Maria Könemann, erinnerte an Hans Steges jährlichen Urlaub an der Mosel und überreichte ihm einen Karton mit erlesenen Mosel-Weinen. Hans Stege seinerseits bedankte sich beim Chor für die Geschenke, die hervorragende Zusammenarbeit und das Glück, in den vergangenen Jahren mit freundlichen und netten Menschen musikalisch arbeiten zu dürfen, was ihm immer viel Freude bereitet habe. Mit großem Beifall und einem „Ständchen“ dankten dann die Sängerinnen und Sänger dem scheidenden Chorleiter für seine musikalische Arbeit mit ihnen. Bei einem Gläschen Sekt und dem Austausch gemeinsamer Erinnerungen konnte sich dann alle persönlich von Hans Stege verabschieden. Elisabeth Baudry sprach noch die Hoffnung aus, auf jeden Fall in Verbindung zu bleiben, und wünschte dem „scheidenden Freund“ alles Gute für seine „neue Freiheit“ und viel Erfolg für seine weitere musikalische Arbeit. Eine Verstärkung im Bass bei Konzerten sei immer wünschenswert. Als Nachfolger übernehme die Probenarbeit ab sofort, im offiziellen „Jahr der Chöre“, der erfahrene Chordirigent Ralf Junghöfer aus Tecklenburg. Seine Vorstellung erfolge bald in der Presse. Sie beendete die Feier mit einem Zitat von Yehudi Menuhin: „Die Musik spricht für sich allein.
Vorausgesetzt, wir geben ihr eine Chance.“ Tono Baudry



Marlies Wenner und Elisabeth Baudry
präsentieren die Zelter Plakette und die Urkunde des
Bundespräsidenten. Foto: Frank Krueger Boesing, Studio9 für CVNRW2021
Elisabet Baudry, Vorsitzende des
Städtischen Musikvereins Gronau, bekommt die Zelter-Plakette
überreicht durch Staatssekretär Klaus Kaiser (Ministerium
für Wissenschaft und Kultur NRW) und Regina von Dinther
(Präsidentin Chorverband NRW).